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15.06.2011    WIE VIEL AUSLAUF BRAUCHT IHR HUND?

Hunde brauchen Bewegung, das weiß jeder. Aber wie viel ist genug-und wie viel ist zu viel?
Viele Hundehalter stellen sich diese Frage. Eine allgemeingültige Antwort jedoch gibt es nicht.
Wie viel Bewegung der Hund braucht, das hängt von verschiedenen Faktoren ab: vom Alter, von
der Rasse, den individuellen Bedürfnissen und auch der sonstigen Auslastung des Hundes.
Dennoch gibt es einige Faustregeln.

Dreimal am Tag zehn Minuten um den Block, das wird einem Irish Setter mit Sicherheit nicht
ausreichen. Einem Jack Russell auch nicht. Diese Rassen werden ihren Unmut bald auf ihre
Weise kundtun: Denn Hunde , die in Sachen Bewegung unterfordert sind, neigen dazu, sich
selbst eine Beschäftigung zu suchen. Und die kann zum Beispiel so aussehen, dass sie die
Wohnung ein wenig "umdekorieren" oder permanent die Nachbarn verbellen. Andererseits ist
ein Mops oder eine Englische Bulldogge nicht dazu geboren, sechsstündige Bergwanderungen
zu unternehmen (Ausnahmen bestätigen auch hier wie immer die Regel). Wer  wissen möchte,
wie viel Gassi seine Wunschrasse ungefähr braucht, der sollte mit seinem Züchter sprechen:
Der Experte kennt die Bedürfnisse in Sachen Bewegung und kann wertvolle Tipps geben.
Ob dies auch auf Ihren Liebling zutrifft, müssen Sie letztlich selbst austesten. So gibt es durchaus
auch Magyar Vizslas, die eher Sofaschmuser als Power-Pakete sind.
Achten Sie auf Ihren Hund. Ist er daheim ruhig und lümmelt sich zufrieden in sein Körbchen,
nachdem Sie unterwegs waren, scheint er mit der Dosis der Bewegung einverstanden zu sein.
Bleibt er dagegen bis in die späten Abendstunden aktiv, schleppt ständig Spielzeug an, bellt viel
oder quengelt, dann könnte es sein, dass Ihre Runden grundsätzlich zu kurz ausfallen.
Achtung aber bei Hütehunden: Border Collie und Co. neigen dazu, auch nach einer dreistündigen
Jogging-Runde mit dem Ball vor ihrem Menschen zu stehen und zu fragen: "War es das jetzt schon?
Bist Du schon müde?" Für diese Rassen ist es wichtig, dass man ihnen auch einmal eine Auszeit
verordnet, zum Beispiel, indem man sie mit einem Kauknochen ins Körbchen schickt, damit sie ein
wenig ruhiger werden. Denn sie können sich immer mehr hochputschen, je mehr Sie mit ihnen
spielen, laufen oder unternehmen.Für sehr bewegungsfreudige Hunde bietet es sich an, sie zum
Joggen mitzunehmen oder sie am Rad laufen zu lassen. Gerade den erwähnten Hütehunden
kommt die gleichmäßige Art der Bewegung sehr entgegen, aber zum Beispiel auch viele
Jagdhunde lieben es, sich schnell fortzubewegen. Dazu sollte Ihr Hund in jedem Falle fit sein.
Gegebenenfalls machen Sie vorher einen Check beim Tierarzt. Bevor Sie joggen oder radeln
gehen, sollten Sie kurz mit dem Hund ins "Revier" damit er sich lösen und etwas schnüffeln kann.
Auch Hundesport ist zur Auslastung von aktiven Rassen prima. Gesunde Hunde , die springen dürfen,
haben oft Freude an Bewegung. Immer mehr in Mode kommt das Longiertraining, bei dem mit dem
Hund über Distanz wie mit Pferden gearbeitet wird. Ihr Hund darf sich richtig austoben, gleichzeitig
wird auch der Gehorsam geschult. Für Hunde mit kleinen Wehwehchen oder für ältere Semester
bietet sich Dogdancing an,- hier können auch schwere Rassen wie Neufundländer schonend
gefordert werden. Lernbegierige  Hunde leben beim Tricktraining auf.
Für Welpenhalter gilt folgende Faustregel: Pro Lebensmonat Ihres Kleinen darf er fünf Minuten am
Stück laufen. Dies bedeutet: Ein sechs Monate alter Junghund darf 30 Minuten Gassi gehen.
Mit Welpen spazieren Sie also kürzer, dafür aber öfter.
Jedoch: Gassigehen ist längst nicht alles. Die Mehrzahl der Hunde möchte auch köpfchenmäßig
ausgelastet werden. Zehn Minuten Nasenarbeit machen oft müder als zwei Stunden im Gelände.
Kleine Suchspiele sind für das Nasentier das Größte. Sie können sein Trockenfutter im Garten
verstreuen, anstatt es ihm im Napf vorzusetzen. Oder aber Sie verstecken das Spielzeug im Wohn-
zimmer und lassen ihn suchen. Vereine und Hundeschulen bieten teilweise Fährtenarbeit an, die
gerade für Jagdhunde wie den Beagle optimal ist. Manche Hunde,- gerade die, die durch Futter
motivierbar und apportierfreudig sind, wie der Labrador-Retriever,- lieben Spiele mit dem Futter-
dummy Und entscheidend ist auch, dass der Hund viele verschiedene Reize bekommt, (natürlich
nicht ZU viele, denn das wäre wiederum Stress). Souveräne Typen kann man daher ruhig mal mit
zum Stadtbummel oder ins Cafe mitnehmen. Abwechslungist Trumpf, und Dabeisein ist Alles!

Die Qualität zählt.
Immer nur die gleiche Runde traben, dreimal am Tag,- das finden die meisten Hunde mit der Zeit
zum Gähnen. Entscheidend für das Gassigehen ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität.
Deshalb: Bieten Sie Abwechslung! Erkunden Sie mit Ihrem Vierbeiner auch einmal ein andres
Gelände. Wenn Zeit ist, z.B. am Wochenende, fahren Sie an den Fluss oder in den Wald. Hier gibt es
neue Gerüche und spannende Dinge zu sehen und zu erschnüffeln.Und wenn doch mal keine Zeit
ist, andere Runden auszuprobieren, dann peppen Sie den Spaziergang im heimischen Revier
einfach ein wenig auf. Bauen Sie kleine Gehorsamsübungen und Spiele ein. Viele Hunde finden es
toll, hin und wieder eine kleine Lerneinheit beim Gassigehen zu absolvieren. Dazwischen lassen
Sie den Hund aber wieder seiner Wege gehen, denn Spazierengehen bedeutet für ihn auch Freizeit.
Wenn Sie sich ab und an jedoch etwas einfallen lassen, bleiben Sie auch für Ihren vierbeinigen
Partner interessant und spannend, und er wird immer wieder nach Ihnen gucken, anstatt selber
Blödsinn zu machen, weil er den Spaziergang zu langweilig findet.




24.01.2011  HÜNDIN oder RÜDE?

Bei kaum einem Thema haben Hundefreunde unterschiedlichere Ansichten als bei der Auswahl
das Geschlechtes ihres Hundes. So heißt es auf der einen Seite sehr häufig lapidar:
Hündinnen sind viel anhänglicher und verschmuster, Rüden dagegen aggressiver. Andere wieder
sind wiederum der Meinung, Hündinnen seien "zickiger", Rüden viel unkomplizierter. Beide
Einschätzungen sind selbstredend Ammenmärchen.

 
Dadurch, dass Rüde und Hündin von der biologischen Funktion her im Rudel andere Rollen
einnehmen, unterscheiden sie sich zunächst schon in der Veranlagung. Weil die Hündin mit der
Möglichkeit, Welpen zu gebären und aufzuziehen, eine biologisch wichtigere Aufgabe besitzt als der
Rüde, geht sie seltener das Risiko ein, bei Streitigkeiten verletzt zu werden. Der Rüde ist unter
anderem für den Schutz des Rudels (beispielsweise vor anderen Hunden) verantwortlich, daher
häufiger in sogenannte Kommentkämpfe verwickelt. Bei diesen "Kämpfen" gehr es nicht darum,
den Gegner zu verletzen. Sie bedeuten reines Imponiergehabe. Unabhängig davon sollte man bei
einer Anschaffung in erster Linie betrachten, in welchem sozialen Umfeld sich der Hund zukünftig
bewegen wird. Leben in Ihrer näheren Nachbarschaft zum Beispiel viele Rüden, würden Sie für den
Fall, dass Sie einen erwachsenen Hund zu sich nehmen wollen, dem Tier und sich das Leben leichter
machen, wenn Sie sich für eine Hündin entscheiden würden. Denn ein Rüde wird mit großer
Wahrscheinlichkeit in sexuell bedingte Konkurrenz innerhalb des bestehenden Gefüges geraten.
Bei der Auswahl eines Welpen ist es wichtig, ein junges Tier auszusuchen, das von der Veranlagung
zu Ihnen passt. Es gibt ausreichen Testmöglichkeiten, die unterschiedlichsten Wesenszüge eines
jeden Welpen herauszufinden. Zu diesem Zweck sollten Sie ruhig professionelle Hilfe in Anspruch
nehmen, zum Beispiel von auf Verhaltenstherapie spezialisierten Tierärzten. Scheuen Sie nicht die
Kosten hierfür, denn da Sie Ihren Hund ja ein Hundeleben lang als Familienmitglied behalten wollen,
lohnt es sich, die passende Persönlichkeit auszuwählen. Grundsätzlich lässt sich also sagen, dass
bei der Auswahl eines Hundes das Geschlecht keine übermäßig große Rolle spielt. Solange Sie Ihren
Hund mit liebevoller Konsequenz erziehen und seiner Art entsprechend behandeln, werden Sie und
Ihr Hund ein Team, das für beide Seiten eine Bereicherung ist.






10.11.2010  BETTELN AM TISCH
                      Geduld und Konsequenz sind gefragt.

Die meisten Hunde würden für einen leckeren Happen ziemlich alles geben.
Nervig wird es, wenn sie bei jedem Essen penetrant am Tisch betteln und lautstark einen
Bissen einfordern. Doch dagegen können Sie etwas tun.

Es gibt Hunde, die können ihre Halter gar nicht mit ins Restaurant nehmen. Denn kaum stehen
die Pizza oder die Schweinelendchen am auf dem Tisch, macht sich der Vierbeiner lautstark
bemerkbar. Er legt Herrchen die Pfote aufs Knie, schaut Frauchen an, sabbert dabei und winselt
lauthals, um auf sich aufmerksam zu machen und endlich auch etwas von den leckeren Speisen
zu bekommen. Bettelnde Hunde können zum Problem werden. Daheim sind sie meist "nur" nervig,
aber in der Öffentlichkeit können sie eine echte Belästigung sein, vor allem, wenn sie ihren
kulinarischen Wünschen laut bellend oder jaulend Nachdruck verleihen und sich keine Sekunde
hinsetzen, wenn sie mit ins Lokal dürfen. Da hilft nur eines: absolute Konsequenz, damit der Hund
das Betteln einstellt, und zwar dauerhaft.

VON KLEIN AUF

Wenn Sie einen Welpen bekommen, dann sollten Sie von Anfang an mit allen Familienmitgliedern
absprechen, dass der Knirps nichts vom Teller bekommt. Erstens einmal ist "Menschenessen"
gar nicht gesund und viel zu stark gewürzt und teilweise auch zu fett für Hunde, und zweitens
erziehen Sie Ihren Kleinen genau so zum Bettler. Auch wenn Sie nur "ab und zu und ganz aus-
nahmsweise" was geben, weil er "gar so arm/ so treu/ so lieb" guckt.Hatte er einmal Erfolg am
Esstisch,wird er sein Glück immer wieder versuchen. Denn Hunde lernen durch Erfolg. Haben sie
ihr Ziel durch eine bestimmte Handlung erreicht, wiederholen sie diese, immer und immer wieder.
Wenn Frauchen es putzig findet, dass ihr Liebling den Kopf aufs Knie legt und ein Pommes ins
Hundemaul wandern lässt, dann wird er immer wieder kommen und genau dieses Verhalten an
den Tag legen. Irgend wann ist das nicht mehr süß, sondern lästig, und Sie werden Mühe haben,
es dem Hund wieder abzugewöhnen.
Unbedingt notwendig ist, dass hier alle an einem Strang ziehen. Auch die Kinder oder der Besuch
sollten keine Kartoffeln an Ihren Hund verteilen. Wenn Sie Bedenken haben, ob sich Ihr Besuch
daran hält, dann lassen Sie Ihren Hund einfach während des Essens in seinem Körbchen einfach
Platz machen ( mit Lob und Leckerli kann man das vorüben). Sie können ihm ja ein Rinderohr
oder eine andere zähe Leckerei zum Kauen geben, dann ist er sinnvoll beschäftigt, währen Sie in
Ruhe speisen können.

HART BLEIBEN

Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, sprich, weiß der Hund, dass es am Esstisch was gibt,
und versucht sein Glück immer wieder, dann müssen Sie seinem Bettelblick in Zukunft vehement
widerstehen. Die Devise heißt: IGNORIEREN! Schauen Sie ihn nicht an, auch wenn er die Pfote auf
Ihren Oberschenkel legt oder fiept. Geben Sie ihm vor allem nichts mehr. Sie können ihn auch künftig
auf seiner Decke ablegen, während Sie essen. Mit etwas Bestätigung, wenn er brav liegen bleibt
(hin und wieder hingehen und ein Leckerli geben), klappt das meist recht schnell. Dazu bringen Sie
ihm das Kommando "Geh auf Deinen Platz!" bei, das er auch befolgen muss, wenn er Richtung
Fressen tigert . Damit das Bravsein auch im Restaurant leichter fällt, nehmen Sie ihm auch dorthin
seine Decke mit,- dann hat er einen festen Platz, auf den er sich niederlassen kann bzw. soll.
Wichtig ist nur, dass Sie wirklich konsequent bleiben und ihm auch nicht hin und wieder etwas geben.
Hat er einmal wieder sein Ziel erreicht und ein Stück Tomate abgestaubt, wird er weiter betteln.
Er weiß ja schließlich nicht, dass seine Bemühungen nur ausnahmsweise zum Erfolg führen,
und er wird es ganz einfach weiter versuchen.





09.08.2010  WECKEN SIE, WAS IN IHM STECKT:
                      So fördern Sie das Talent Ihres Hundes.

Glauben Sie, dass Ihr Hund sich niemals einen Trick beibringen lassen würde?
Wenn Sie sich da mal nicht täuschen!

Wenn Hundebesitzer zusammen auf der Wiese stehen und ein Mensch stolz vorführt, was sein
Hund alles kann, dann hört man die anderen Herrchen und Frauchen oft frustriert seufzen:
"MEINER kann so etwas überhaupt nicht ... NIE würde er so etwas lernen!"
Klar, - Kunststücke zu lernen ist nicht jederhunds Sache. Das große ABER: So mancher Hund,
der beim Männchenmachen kläglich versagt, ist dafür ein echter Agility-Crack oder eine Supernase.
Daher gilt es: Entdecken Sie das Talent Ihres Hundes und fördern Sie es. Wecken Sie, was in ihm
steckt, und Sie werden gemeinsam nicht nur Erfolgserlebnisse, sondern noch mehr Spaß haben.
Dazu ist es zunächst einmal interessant, sich genauer mit der Rasse Ihres Vierbeiners zu befassen
oder aber, wenn Sie Ihr Leben mit einem Mischling teilen, zu erkennen, welche Rassen bei
ihm "durchschlagen". Das kann sehr viel über die Veranlagung Ihres Hundes verraten. Ein Beagle
wird vielleicht nie richtig zum Crack im Gehorsamstraining (Ausnahmen bestätigen auch hier die
Regel),entpuppt sich dafür mit seiner Meganase aber als ein wahres Ass bei der Fährtensuche
oder beim Mantrailing. Ein Labrador kann sich als Star beim Dummytraining erweisen, weil er ganz
einfach für die Apportierarbeiten gezüchtet wurde, und für sein Leben gerne einen Gegenstand im
weichen Fang spazieren trägt. Dafür lernen schlaue Border Collies möglicherweise schneller
zirkusreife Kunststückchen, als Sie "Rolle!" sagen können.
Wichtig, um das Talent Ihres Hundes fördern zu können, ist, dass Sie es erkennen und eingrenzen.
Klar gibt es echte "Allrounder", die einfach alles können und in jeder Hundesportart, bei jeder
Beschäftigung, eine perfekte Figur machen. Aber das ist doch eher selten. Wie wir Menschen hat
jeder Hund meistens eine bestimmte Begabung, die in speziellen Vorlieben und auch
rassetypischer Veranlagung begründet ist. Erkennen Sie diese spezielle Begabung - und bauen
Sie sie aus. Denn wenn Ihr Hund mit Spaß dabei ist, dann ist er auch bereit, sich so richtig
anzustrengen. Um das Talent Ihres Hundes zu fördern, braucht es aber noch mehr: GEDULD.
Und MOTIVATION.
Zum Thema Geduld läßt sich sagen: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Manche Hunde
begreifen Neues blitzschnell, andere lernen durch konsequentes Üben, und das dauert eben nun
einmal etwas länger.EGAL! Was zählt , ist das Ergebnis. WICHTIG! Übertreiben Sie nicht. Wenn Sie
Ihrem Hund einen Trick beibringen wollen, dann proben Sie nur 5 Minuten und hören Sie immer
mit einem Erfolgserlebnis auf. Sonst verliert der Hund die Lust, und das Ganze endet im FRUST.

MOTIVATION UND GEDULD

Es liegt an Ihnen, Ihren vierbeinigen Partner so richtig anzuspornen. Finden Sie heraus, was ihn zum
Mitmachen animiert. Lernt er am liebsten mit dem Klicker und ist er wie elektrisiert, wenn Sie den
kleinen Knackfrosch hervorzaubern? Dann machen Sie sich dieses Wissen zunutze und klicken
Sie sich zum Erfolg. Ist für ihn ein gemeinsames Spiel die Belohnung schlechthin? Dann spielen Sie
eine Runde "Zerren mit dem Spieltau", wenn etwas so richtig gut geklappt hat, oder animieren Sie
ihn mit dem Quietscheball. Wwenn Ihr Hund so richtig heiß auf Leckerlis ist, dann bestätigen
Sie erwünschtes Verhalten mit kleinen, feinen Bissen. Und wenn er für ein Lob so gut wie alles
machen würde, dann sparen Sie nicht daran.
Wichtig, um das Beste aus den Talenten Ihres Hundes zu machen, ist, dass Sie stets mi Freude und
Spaß bei der Sache sind und ohne Stress und Druck lernen und trainieren. Wenn Sie mal wenig Zeit
haben, dann lassen Sie die gemeinsame Übungseinheit lieber weg, denn sonst ist Misserfolg vor-
programmiert. Ihre eigene schlechte Laune oder Unruhe überträgt sich allzu leicht auf den Hund.
Wenn Sie dagegen Zeit, Lust und Freude am Arbeiten mit Ihrem Liebling haben, dann nur zu. Spüren
Sie seine Talente auf und bringen Sie sie zum Glänzen-Ihr Hund wird es lieben!




18.05.2010 SO LERNT MIEZE IHRE TÜRE ZU ÖFFNEN -

Eine Katzenklappe ist eine feine Sache, denn sie ermöglicht Samtpfote einen  unbegrenzten
Ein- und Ausgang ohne menschliche Hilfe. Allerdings muss sie erst lernen, damit umzugehen.

Das Wichtigste zuerst: Lassen Sie sich bei der Auswahl der richtigen Klappe beraten.
Sie muss groß genug sein,dass Ihre Katze ohne Anecken durchschlüpfen kann, auch wenn sie mal
in Eile ist. Wenn keine Katzen in der Nachbarschaft sind, die sich ebenfalls Zugang zu Ihrer
Wohnung verschaffen könnten, ist die einfache Version, die Mieze mit eigener Körperkraft aufstoßen
kann, ausreichend. Wenn Sie aber nur ihr diesen Ein- und Ausgang gewähren wollen, brauchen Sie
eine Spezialklappe. Ideal ist es, wenn Ihre Katze gechippt ist, dann kann ein Lesegerät in der Klappe
die Nummer erkennen, und die Tür öffnet sich nur dann automatisch. Es gibt auch Klappen mit
Funksignal,das vom Halsband der Katze ausgeht. Und es gibt auch Klappen mit Zeitschaltuhr. Hier
können Sie selbst bestimmen, wann Mieze Ausgang hat und wann sie zu Hause bleiben soll.
Jetzt muss Ihre Katze noch lernen, dass diese Tür ihre Pforte nach draußen ist: Lassen Sie dazu die
Klappe zunächst unbedingt offen und locken Sie Ihren Stubentiger in die Nähe. Mit einem Leckerli
oder Spielzeug, das Sie vin der Außenseite vor die Klappe halten, versuchen Sie, ihn durch die Tür
zu locken. Bitte nie zwingen, das merken Katzen sich und haben dann eine Abneigung gegen die
Klappe.

LOCKEN UND BELOHNEN
Wenn's nicht sofort klappt, greifen Sie von der Gegenseite mit einem duftenden Leckerbissen durch
die Klappe, halten ihn Mieze vor die Nase und ziehen ihn ganz langsam durch die Klappe zurück.
Das sollte funktionieren. Kaum ist dieser erste Schritt getan, loben, streicheln, belohnen Sie die Katze
und zeigen ihr auf die gleiche Weise den Weg zurück. Lassen Sie die Türe zunächst weiter geöffnet,
bis Samtpfote diesen Durchgang als angenehm kennengelernt hat und selbstverständlich
durchmarschiert.Dann folgt der nächste Schritt:
Die Klappe ist zu, und Mieze muss lernen, dass sie sich beim Nähern oder Anstupsen öffnet.
Zeigen Sie wieder Spielzeug oder Leckerbissen, berühren Sie selbst die Türe und reden mit
verheißungsvoller Stimme auf die Katze ein. Sie soll ja nicht erschrecken, wenn die Klappe
aufgeht. Die meisten Katzen sind so neugierig, dass sie gleich selbst versuchen, die Türe mit einem
Rempler oder den Pfoten zu öffnen. Wenn Sie ein schüchternes Exemplar haben, kostet es sicher
einige Versuche, bis sie sich traut, Pfote anzulegen.

FREIHEIT-WANN SIE WOLLEN
Lassen Sie am besten anfangs die Türe nachts zu, bis das Ein- und Ausgehen reibungslos klappt.
Dann können Sie Ihrer Katze den Weg in die Freiheit ebnen - rund um die Uhr oder nur zu
bestimmten Ausgangszeiten, wie es Ihnen gefällt.




02.03.2010  KEINE PROBLEME BEI DER PFLEGE

Viele Hunde genießen es, kräftig gebürstet zu werden. Dieses Bürsten gleicht der Fellpflege,
die Hunde auch sich untereinander zukommen lassen. Mehrhundehalter werden dieses Verhalten
oft beobachten können, wenn unter den Hunden eine partnerschaftliche Beziehung herrscht.
Da leckt der eine Hund seinem Kumpel ausdauernd die Ohren aus, während der andere Hund das
Fell seines vierbeinigen Partners regelrecht mit den Zähnen bearbeitet. Beide Seiten genießen
die Prozedur, die durchaus eine ganze Zeit lang andauern kann.
Der Mensch kann dieses Pflegeverhalten nun zum einen nachahmen, indem er den Hund krault
und streichelt. Zum anderen kann auch die Verwendung von Hilfsmitteln wie Bürste, Ohrenpflege-
tüchern etc. vom Hund als angenehme Pflegemaßnahme empfunden werden, wenn sie in
kleinen Schritten eingeführt wurde.

Regelmäßige Kontrolle

Für viele Hunde sind diverse Pflegemaßnahmen aber auch unabdingbar. Hierzu gehören Hunde
mit langem Fell, das ohne regelmäßiges Bürsten verfilzen und verknoten würde. Aber auch
kurzhaarige Hunde sollte man regelmäßig bürsten, besonders wenn diese viel Unterwolle haben.
So gibt es spezielle Unterwollbürsten, mit denen man die lose Unterwolle aus dem Fell holen kann.
Dies erleichtert es den Hunden vor allem im Sommer,- und hier besonders den alten Hunden,-
die Hitze zu ertragen. Es hilft aber auch dabei, dass in der Wohnung nicht übermäßig viel Fellknäuel
herumfliegen. Eine regelmäßige Kontrolle und ggf. Reinigung der Ohren ist ebenso wichtig wie das
Kontrollieren und ggf. Kürzen der Krallen.
Alle diese Maßnahmen sind für die alltägliche Versorgung des Hundes wichtig und sollten daher
vom Welpenalter an mit dem Hund trainiert werden. Viele Menschen denken aber in dieser Zeit noch
nicht daran, da der Welpe ja noch keine langen Krallen hat, und auch das Fell ist selbst bei später
langhaarigen Hunden noch kurz und bedarf keiner Pflege. Jetzt ist aber genau der richtige Zeitpunkt
, um den vierbeinigen Freund an alle diese Pflegemaßnahmen zu gewöhnen. Der Vorteil besteht
darin, dass man die Anwendungen in der Dauer genau auf den jeweiligen Hund abstimmen kann,
gerade weil sie noch nicht unbedingt notwendig sind.

Training von klein auf

Beginnen Sie damit sofort in den erste Tagen, in denen Ihr Welpe bei Ihnen einzieht.
Dazu nehmen Sie mehrmals täglich die Pflegeutensilien wie Krallenzange, Bürste und Ohrenpfropfen
heraus und lassen diese von dem Welpen beschnüffeln. Vielleicht hat Ihr Welpe ja bereits Spaß am
Apportieren, und Sie starten ein Apportierspiel mit der Bürste. Oder Sie füttern ihn einfach, während
alle Utensilien bereitliegen. Wichtig ist, dass Ihr Welpe auf jeden Fall etwas Angenehmes mit den
Gegenständen verknüpft. Im nächsten Schritt nehmen Sie zum Beispiel die Bürste und lassen sie
leicht über den Rücken des Hundes gleiten. Nehmen Sie anfangs auf jeden Fall eine weiche Bürste,
der Hund soll nicht durch harte Borsten, etwa aus Metall, das Bürsten als schmerzhaft empfinden.
Belohnen Sie ihn nach jedem Bürstenstrich, wenn er schön still gehalten hat. Die Belohnung kann
ein Futterstück sein oder auch die Beendigung der Pflegemaßnahme mit einem kleinen Spiel.
Tag für Tag steigern Sie die Anzahl der Bürstenstriche, bevor es die begehte Belohnung gibt.
Genauso verfahren Sie, wenn Sie Ihren Hund an das Säubern der Ohren oder das Krallenschneiden
gewöhnen möchten. Zunächst einmal lernt er das jeweilige Hilfsmittel kennen, Sie nähern sich damit
immer mehr dem Körper des Hundes, dann erfolgt auf eine kurze Anwendung eine tolle Belohnung.
Der Vorgang wird immer mehr gesteigert, bis Ihr Hund die Anwendung gerne und ruhig erträgt
Was aber, wenn der Hund bereits erwachsen ist und den Menschen anknurrt, sobald dieser mit der
Bürste oder einem anderen Hilfsmittel in die Nähe des Hundes kommt? Bei einer medizinisch
unumgänglichen Maßnahme bleibt oft nichts anderes übrig, als den Hund z. B. über einen Maulkorb
so ruhig zu stellen, dass er nicht beißen kann. Daher sollte man einen Hund übrigens auch von klein
an daran gewöhnen, einen Maulkorb zu tragen; dies kann im späteren Leben in einer Notsituation
wichtig sein und erleichtert dem Hund diese Maßnahme dann ungemein.
Hat man jedoch Zeit, muss man hier in ganz kleinen Schritten den Hund an die Pflegemaßnahme
gewöhnen. Da ist es dann auch erst einmal egal, ob das Fell unordentlich oder verfilzt aussieht!
Sie beginnen dann hier wieder mit einer Gewöhnung des Hundes an die Hilfsmittel, ohne dass
diese überhaupt zum Einsatz kommen. Dies kann genauso wie beim Welpen über ein Füttern neben
den vorbereiteten Gegenständen oder z. B. über ein Apportierspiel geschehen. Wenn Ihr Hund die
Anwesenheit der Hilfsmittel gelassen erträgt, beginnen Sie mit einer ersten kurzen Behandlung.
Füttern Sie dabei den Hund, sodass er die Behandlung mit etwas Positivem verbindet. Dabei kann
am Anfang eine vom Hund sehr begehrte Leckerei gegeben werden, ruhig auch in größerer Menge,
oft bietet sich hier auch die alltägliche Fütterung des Hundes an. Nach und nach verlängern Sie nun
die Anwendung und geben immer weniger Futter parallel dazu. Am Ende bekommt der Hund erst
für die durchgeführte Behandlung Futter als Belohnung. Achten Sie während des Gewöhnungs-
prozesses aber bitte immer darauf, dass Ihr Hund die Pflegemaßnahmen zwar wahrnimmt, aber
noch ohne aggressives Verhalten erträgt.

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST



08.01.2010    Der eigenwillige Katzencharakter

Ob Schmuser, Wildfang, oder Zicke, darüber entscheidet bei Katzen nicht allein die Erziehung.

Je nachdem, ob Menschen Katzen lieben oder nicht, bezeichnen sie sie als individualistisch
oder eigensinnig, unabhängig und undressierbar. Was die einen am Katzencharakter lieben, stört
die anderen Menschen ganz  gewaltig.
Aber gibt es überhaupt "den" Katzencharakter und wenn ja, was macht ihn aus? Eines steht fest:
Die Samtpfoten sind Individualisten - und wenn ihnen etwas gemeinsam ist, dann das:
Sie kommen nicht als Rudeltiere auf die Welt. Was nicht heißt, dass sie ungesellig sind.
Sie pflegen sehr wohl soziale Kontakte zu Artgenossen und zu anderen Tieren. Ob und wie sehr,
hängt von der sogenannten Prägung in der Welpenentwicklung ab. Was in dieser Phase in den
ersten Lebenswochen gelernt oder nicht gelernt wird, bildet die Basis für das spätere Verhalten.

DIE FAMILIE ALS SCHULE

Wächst ein Minitiger im Familienverbund mit Mutter und Geschwistern auf, lernt er soziales Verhalten
und Agression spielerisch zu testen und die Grenzen des jeweils anderen zu akzeptieren. Gibt es
in dieser Zeit regelmäßigen, positiven Kontakt zu anderen Lebewesen, etwa Menschen oder
Hunden, werden auch die grundsätzlich freundlich betrachtet.
Fehlt dieser Kontakt oder macht das Jungtier sogar schlimme Erfahrungen, dann wird es meist ein
Leben lang ängstlich, schreckhaft und zurückhaltend gegenüber bestimmten Situationen oder
Lebewesen sein.
Von seiner Mutter und den Geschwistern schaut sich ein Katzenwelpe viel Wichtiges für das Leben ab,
etwa gutes Benehmen und ausgefeilte Jagdtechniken. Aber auch die Katerväter spielen eine Rolle.
Die Verhaltensforschung hat herausgefunden, dass sie per Vererbung sehr wohl den späteren
Katzencharakter beeinflussen. Kinder von skeptischen, vorsichtigen, wenig menschenzugewandten
Vätern scheinen diese Haltung auch mit in die Wiege gelegt zu bekommen.

KATZEN LERNEN LEBENSLANG

Und nicht zuletzt: Auch Rasse macht Charakter: Eine Selektion über viele Generationen hinweg, bei
der ja nicht nur äußerliche, sondern auch Wesensmerkmale weitergegeben werden, spielt durchaus
eine Rolle. Nur entscheidet nicht einer dieser Faktoren allein über das spätere Verhalten, sondern
ihre Kombination. Dazu kommen Lebensumstände und die Haltungsbedingungen. So können Kinder
von verwilderten Müttern durchaus große Schmuser werden, und auch Handaufzuchten lernen, mit
anderen Katzen zusammenzuleben, wenn sie früh und intensiv genug lernen. Umgekehrt ist es
manchmal nur zum Staunen, wie unterschiedlich die Welpen eines Wurfes einer Kätzin nicht nur
aussehen, sondern sich auch charakterlich entwickeln. Genetik, Prägung, Aufwachsen und Haltung
- dazu kommen noch Ernährung und Gesundheit- das alles zusammen nimmt Einfluss auf den
Katzencharakter. Und selbst wenn der im Alter von ungefähr einem Jahr herausgebildet ist:
Lernen können die Samtpfoten noch als Senioren.

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST







10.11.2009    WIE ERKENNT MAN GUTE ZÜCHTER? (Fressnapf-JOUNAL November 2009)

Wenn die Entscheidung gefallen ist, dass ein Welpe in die Familie einziehen soll, steht als
Nächstes die Suche nach dem geeigneten Züchter im Vordergrund. Doch warum sollte man
diesem Punkt so große Bedeutung beimessen? Dies hat verschiedene Gründe.
Zu einem ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einen gut geprägten und sozialisierten,
gesunden und wesensfesten Welpen erhält, bei einem guten Züchter deutlich höher als bei
einem Massenproduzenten. Zum anderen endet für einen guten Züchter die Zucht nicht mit der
Welpenabgabe. Er bleibt auch weiterhin in Verbindung mit den Welpenkäufern, steht diesen
mit Rat und Tat zur Seite und nimmt im Ernstfall den Hund auch zurück. Denn Lebensumstände
können sich leider immer einmal verändern, und wenn ein Hund dann abgegeben werden muss,
ist es für den Hund mit Sicherheit angenehmer, wenn er zum Züchter zurückkommen kann, der
ihn dann entweder behält oder ein neues Zuhause für ihn findet, als wenn er ins Tierheim muss.
Doch was macht nun einen guten Züchter aus? Zunächst einmal sollten Sie sich bei einem
ersten Besuch anschauen, wie der Züchter lebt und wie er mit seinen eigenen Hunden umgeht.
Wenn diese gepflegt aussehen, Ihnen freundlich entgegenkommen und sich auch einmal von
Ihnen streicheln lassen, können Sie beruhigt weitere Fragen stellen. Vielleicht gehen Sie auch
einmal mit dem Züchter und seinen Hunden spazieren oder lassen sich einmal vorführen, wie
der Züchter mit seinen Hunden trainiert. Gerade in diesen Situationen zeigt sich der Umgang
des Züchters mit seinen Hunden. Dieser sollte immer vertrauensvoll und nicht gewaltsam
erfolgen.
Als Nächstes sollten Sie den Züchter Ihrer Wahl nach der geplanten Verpaarung befragen.
Ein guter Züchter wird Ihnen gerne sämtliche Unterlagen seiner Hündin zeigen, angefangen von
der Ahnentafel bis hin zu gesundheitlichen Untersuchungsergebnissen und Prüfungszeugnissen.
Aber woran soll der Laie erkennen, wie aussagekräftig diese Unterlagen sind? Wenn Sie einen
Züchter ausgewählt haben, den dem VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) angehört,
haben Sie zumindest die Gewissheit, dass alle Angaben in der Ahnentafel und auf Untersuchungs-
ergebnissen korrekt sind. Ansonsten, oder wenn Sie sich für einen Mischlingswurf interessieren,
sind die Vorhersagen über die zu erwarteten Welpen viel geringer.

VIEL BESCHÄFTIGUNG

Nun müssen Sie sich nur noch anschauen, wie die Welpen bei dem Züchter aufwachsen werden.
Diese Zeit ist eine entscheidende Phase im Leben des jungen Hundes, in der es wichtig ist, dass
er mit möglichst vielen Reizen konfrontiert wird. Daher müssen den Welpen zum einen viele
Beschäftigungsmöglichkeiten geboten werden. Wenn sie im Welpenauslauf ein Bällebad
(eine mit Bällen gefüllte Sandmuschel), einen Spieltunnel, verschiedene Plastikplanen und
Spielzeug finden, können Sie davon ausgehen, dass sich der Züchter bereits einige Gedanken
gemacht hat. Natürlich sollten die Welpen nun nicht immer nur sich selbst im Auslauf überlassen
werden, hier kommt es darauf an, dass der Züchter sich bereits in dieser Phase mit den Welpen
intensiv beschäftigt. Dies reicht aber bei Weitem nicht. Die Welpen müssen auch das Leben im
Haus kennen lernen. Wurden sie hier bereits mit unheimlichen Gegenständen wie dem Staubsauge
oder mit seltsamen Geräuschen wie der Spülmaschine vertraut gemacht und haben dabei erlebt,
dass auch die Mutter sich nicht davor fürchtet, werden sie später einmal keine Probleme damit haben.

LEBEN IM HAUSHALT

Welpen, die dagegen in einem Stall isoliert aufwachsen, die keine lärmenden Kinder kennengelernt
haben, keine Musik gehört haben, sondern nur das Stroh und die Wiese vor der Scheune kennen,
sind später oft sehr unsicher. Wenn Sie also zu einem Züchter kommen, der Ihnen stolz den sauber
gehaltenen Zwinger der Hündin zeigt, die dort und im angrenzenden Auslauf ihre Welpen zur Welt
bringen soll, ist dies mit Sicherheit kein Idealzustand. Die Hündin des Züchters sollte,- genauso wie
später einmal die Welpen,- im Haus leben und dort mit allen alltäglichen Reizen konfrontiert werden.
Vielleicht zeigt Ihnen der sogenannte Züchter auch gleich drei oder sogar noch mehr Hündinnen, die
in nächster Zeit Welpen haben werden? Und falls Ihnen die Hunde nicht gefallen, kann er Ihnen auch
Welpen anderer Rassen anbieten? Dann sind Sie mit Sicherheit an einen Massenproduzenten
geraten. Hier steht im Vordergrund, so viele Welpen wie möglich zu produzieren, um ein Maximum
an Geld mit einer Hündin verdienen zu können. Natürlich bedeutet es nichts Schlechtes, wenn ein
Züchter mehrere erwachsene Hunde hält. Schließlich wird eine Zuchthündin auch einmal alt und
sollte dann nicht abgeschoben werden. Laufen aber viele erwachsene Hunde herum, sollten Sie aber
sehr skeptisch werden. Kein Mensch kann alleine so viele Hunde ausreichend beschäftigen,
geschweige denn die Welpen mehrerer Würfe prägen und sozialisieren. Dies führt dann in der Regel
dazu, dass diese Zuchthündinnen schlecht geprägt sind. Wenn die Hündin also von Ihnen
zurückweicht , sich nicht anfassen lassen will und bei jedem lauten Geräusch zusammenzuckt, lassen
Sie besser die Finger davon. Denn zum einen wird sie ihr unsicheres Verhalten auf die Welpen über-
tragen, zum anderen können Sie davon ausgehen, dass der Züchter sich auch um die Prägung der
Welpen keine großen Gedanken machen wird!
Aber Achtung: Nur weil ein Züchter Sie gerade nicht zu den Welpen lässt, bedeutet das nicht direkt,
dass er etwas vor Ihnen verbergen will. Die Welpen benötigen in dieser Zeit auch noch sehr viel Ruhe
und Schlaf! Sie sollte also dazu genügend Möglichkeit haben. Akzeptieren Sie daher, wenn der Züchter
Sie bittet, zunächst einmal eine Stunde Kaffee mit ihm zu trinken und Sie im Augenblick gerade nicht zu
den Welpen können, da diese vor Kurzem eingeschlafen sind.

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST




10.10.2009   Die Katze: MEISTERIN IN DER BALANCE.

An Katzen faszinieren uns viele ihrer fast unglaublichen Fähigkeiten. Eine davon ist ihr fabel-
hafter Gleichgewichtssinn, mit dem sie auch über den schmalsten Ast stolzieren.

Gekonnt auf einer Zaunlatte entlang balancieren, ohne jemals das Gleichgewicht zu verlieren -
das beherrschen Miezen wahrlich meisterhaft! Wie kommt es, dass unsere Stubentiger so
trittsicher sind, sogar auf den schmalsten Pfaden und Wegen und bei höherer Geschwindigkeit.
Das Geheimnis unserer Katzen liegt im Innenohr versteckt und nennt sich Vestibularapparat.
Dieser kommt bei der geringsten Bewegung der Samtpfote zum Einsatz, sodass diese so gut
wie nie ins Straucheln gerät. Es handelt sich dabei um mit Flüssigkeit gefüllte Bogengänge,
ausgekleidet mit einer großen Menge ganz, ganz feiner Härchen. Wenn die Katze ihren Kopf
bewegt, dann beginnt die Flüssigkeit in den Bogengängen, sich ebenfalls zu bewegen. Dabei
werden die Härchen berührt - und diese geben die entsprechenden Signale an das Gehirn weiter.
Ein ganz ausgeklügeltes System ist das, das unsere Katzen da haben. Außerdem weisen die
Bogengänge noch ganz kleine Kristalle auf, diese drücken ebenfalls auf die Härchen. Dadurch
orientiert sich die Mieze, kann Geschwindigkeit und Richtungswechsel anpassen und ist uns
Menschen dabei weit überlegen.
Selbst wenn die Katze ihren Kopf nicht stark bewegt, sondern ganz normal hält, kommt der
Vestibularapparat bereits zum Einsatz und sorgt dafür, dass das Tier problemlos sein Gleich-
gewicht halten kann. Blitzschnell kann die Katze ihre Körperhaltung und ihre Bewegungen so
koordinieren, dass sie auch auf der dünnsten Zaunlatte nicht abstürzt: Sie kann stets rechtzeitig
gegensteuern, ihr Körper reagiert sehr rasch auf jede Veränderung der Kopfhaltung.
Aber nicht nur der Vestibularapparat kommt der Katze in Sachen Gleichgewicht zugute. Auch ihr
langer Schwanz, den sie wie eine Balancierstange verwenden kann, nützt der "Meisterin der Balance"
enorm Wie ein Ruder in der Luft verwendet sie ihn und gleicht dabei zu hastige Bewegungen
locker aus. So behält sie ihr Gleichgewicht und bleibt trittsicher auf dem rechten Weg. Da ist die
Katze uns Menschen wahrlich wider einen großen Schritt  voraus!

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST




FRESSNAPF-JOURNAL 2009


01.09.2009   NEIN, MEIN FUTTER FRESS' ICH NICHT!

Katzen sind als mäkelige Fresser bekannt. Und manchen Tierbesitzer verwundern auch
recht seltsame Nahrungsvorlieben seiner Samtpfoten.

Was darf es heute sein? Große Dose, kleine Dose, Tüte, Schale, mit Sauce, in Stückchen oder
Pate, Trockenfutter? Rind, Huhn , Lamm, Fisch, Strauß?
So mancher Katzenliebhaber wurde davon schon schier zur Verzweiflung getrieben. Vor allem
dann, wenn eine Katze aus gesundheitlichen Gründen ein bestimmtes Diätfutter fressen soll,
es aber nicht will.

WECHSELNDE VORLIEBEN

War diese Sorte gestern noch heißer Favorit, wird sie heute keines Blickes mehr gewürdigt.
Da stöhnt der Mensch, öffnet aber bereitwillig die nächste Dose, die nächste Tüte - und schon
hat die Katze gelernt, dass es sich lohnt, hartnäckig zu bleiben.
Katzen haben im klassischen Sinne keine Nahrungsprägung wie so manche andere Tierart.
Wohl aber sind die wählerischen Stubentiger reine Fleischfresser mit einem hohen Bedarf
an Protein. Und den, so lauter eigentlich ihr genetisches Programm, decke sie mit Beute, die
sie selbst jagen und erlegen. Dafür verwendet eine Katze in freier Wildbahn einen geraumen
Teil des Tages, viel Energie und Ausdauer. Das fällt alles weg, wenn der Mensch die Rolle des
Beutebeschaffers übernimmt.
Aber Futter darf und soll erarbeitet werden. Bestes Beispiel geben die Zoos, die Nahrung oder
besondere Belohnungen verstecken, dass Geist und Körper angestrengt werden müssen, um
sie zu erlangen. Warum nicht auch dem Jäger Katze die Beute einmal nicht auf dem Tablett
servieren, sondern verstecken? Zumindest Trockenfutter oder Leckerchen aller Art lassen sich
prima mit intelligentem Spielzeug kombinieren, fördern den Geist und belohnen die erfolgreiche
"Jagd" mit Beute.

MÄKELIG ODER KRANK?

Dass Katzen wenig trinken, hat mit ihrer Verwandtschaft mit der afrikanischen Falbkatze zu tun,
die das Blut der Beutetiere beim Fressen trinkt. Wasser, neben den Fressnapf aufgestellt,
halten Katzen für geruchloses Futter und verschmähen es. Besser ist es, mehrere Wassernäpfe
anzubieten.
Mäkeligkeit darf nicht mit ernsthaften Störungen verwechselt werden. Frisst eine Katze etwa über
längere Zeit Wolle und Textilien aller Art, handelt es sich möglicherweise um das sogenannte
Pica-Syndrom. Davon betroffen sind am ehesten die Orientalen unter den Katzenrassen,
aber nicht nur. Ngen Katzen an Gegenständen aus Kunststoff, Plastiktüten oder Kabeln, könnte
das die Suche nach Katzengras sein, mit dem Haarballen aus dem Magen transportiert werden.
Auch wenn Katzen länger als zwei Tage nicht fressen, vor allem nicht trinken, hat das nichts mit
Dickköpfigkeit zu tun, sondern weist möglicherweise auf eine ernsthafte Erkrankung hin.
Klarheit bringt in solchen Fällen hier nur, so schnell wie möglich den Tierarzt aufsuchen.

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST



01.08.2009   EIN LECKERCHEN VOM BRIEFTRÄGER

Wie man dem Feindbild "Fremder an der Tür" den Schrecken nimmt.
Davon provitieren Briefträger, Bekannte und anderer Besuch und vor allem Sie selbst.

Dingdong! Da ist es wieder, dieses Geräusch, das Sammy völlig ausflippen läßt: die Türklingel.
Egal, ob der Mann vom Paketdienst, der Briefträger, der Gasmann oder der Getränkefahrer
vor der Tür steht, Sammy  reagiert immer gleich: mit wütendem Gebell. Dabei ist der gelbe
Labrador sonst die Sanftmut in Hundegestalt und durch wenig aus der Ruhe zu bringen.
Aber Sammy ist nicht der einzige Hund, der ausflippt, wenn es an der Tür klingelt. Damit nicht
bei jedem Staubsaugervertreter oder auch Besuch von Verwandten Tohuwabohu herrscht,
sollte man das Feindbild "Fremder an der Tür" rechtzeitig korrigieren. Dazu braucht man
eigentlich gar nicht viel: ein paar besonders feine Leckerli, einen guten Freund, der bei der
Trainingsrunde hilft, und eventuell auch einen netten Briefträger, der sich erweichen läßt, beim
Üben auch mal kurz mitzumachen. Immerhin erspart man dem netten Mann von der Post und
somit auch später dem Mann vom Paketdienst oder dem Versicherungsvertreter künftig eine
Menge Stress, wenn man seinen Vierbeiner im Griff hat, wenn die Türglocke geht.


In kleinen Schritten

Zunächst einmal sollte Ihr Hund einen Platz im Haus haben, den er gerne und bereitwillig
aufsucht und auf dem er sich wohlfühlt. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel ein gemütlicher
Hundekorb oder eine Decke auf der Wohnzimmercouch, auf der er sich niederlassen darf.
Diesen "Wohlfühl"-Ort verknüpft man nun schrittweise mit dem Befehl: "Geh auf deinen Platz!"
Das geht so: Man ruft den Hund zu sich, lobt und streichelt ihn, wenn er kommt, und deutet
dann auf seinen Lieblingsplatz mi den Worten: Geh auf deinen Platz!" Weiß der Hund nicht
gleich, was gemeint ist, kann man ihn zu diesem Ort begleiten. Lassen Sie ihn dort Platz
machen und belohnen Sie ihn mit einem freudigen "Fein!" und einem feinen Leckerbissen
dafür, dass er so brav ist. Dann sollte er mindestens eine Minute liegen bleiben, bevor Sie
ihn"entlassen", zum Beispiel mit dem Befehl "gut so!" oder "lauf!" Diese Zeit dehnen Sie
immer weiter aus. Sie können auch zwischendrin mal wieder hingehen, den Hund loben,
weil er so brav liegen bleibt, und ihm ein Leckerli zwischen die Pfoten legen.

Ganz gelassen bleiben

Wenn er diesen wichtigen Befehl kennt, dann kommt Schritt zwei der "Besucher-Gewöhnung".
Laden Sie sich einen guten Freund zum Training ein, Ihr Hund darf ihn ruhig kennen. Bitte Sie
ihn nun an der Haustür zu klingeln, und warnen Sie ihn vor, dass Sie ihm möglicherweise nicht
sofort öffnen können, weil Sie sich kurz mit dem Hund beschäftigen müssen.
Folgendermassen sollte die Situation nun aussehen: Es klingelt. Ihr Hund bellt - wie immer!
Sie sagen das Signalwort, das Sie immer sagen, wenn er zu bellen aufhören soll (z.B. "Schluss!"
Sagen Sie nicht "Aus!" , wenn Sie dieses Wort sonst verwenden, wenn er Gegenstände aus
dem Maul freigeben soll) und gehen dann mit ihm zu seinem Lieblingsplatz.
Sagen Sie "Geh auf deinen Platz" - so, wie er es gelernt hat. Lassen Sie ihn Platz machen,
und wenn er das trotz der aufregenden Situation macht, belohnen Sie ihn mit einem ganz
besonders feinen Leckerbissen. Dann gehen Sie zur Tür und machen auf. Wenn Ihr Hund trotz-
dem liegen bleibt, gehen Sie schnell zu ihm hin und bestätigen das tolle Verhalten mit einem
Leckerli. Will er aufstehen, bleiben Sie ruhig und sagen noch einmal "Platz!" oder bringen Sie ihn
zurück, wenn er bereits unterwegs zur Haustür war. Der Hund wartet nun, bis Ihr Freund ins Wohn-
zimmer kommt und zu ihm hingeht, bevor er guten Tag sagen darf. Dann sagen Sie "Okay!", und
er darf aufstehen und den Besuch begrüßen, der ihm dann auch noch ein Leckerli gibt. Natürlich
nur, wenn alle vier Pfoten am Boden sind und der Hund den Gast nicht anspringt.
Das Ganze braucht etwas Übung und Geduld, aber auf diese Weise bringen Sie Ihrem Hund bei,
nicht immer sofort an die Tür zu stürmen, wenn es klingelt. Mit viel Geduld und Übung lässt sich
das durchaus vermitteln, und er wird bald viel gelassener reagieren, wenn die Türglocke bimmelt.
Nun brauchen Sie nur noch einen netten Briefträger oder Paketdienst-Angestellten.
Legen Sie sich das Leckerli zurecht für den Fall, dass es klingelt. Schicken Sie dann den Hund
auf seinen Platz und lassen ihn dort bleiben. Öffnen Sie ruhig die Tür, stecken Sie dem Mann von
der Post einen feinen Happen zu und rufen Sie dann Ihren Hund zu sich. Er darf kommen und soll
brav Sitz machen vor dem Briefträger. Dieser gibt ihm dann, wenn er bereit ist, das Trainings-
spielchen mitzuspielen, und keine Angst vor Hunden hat, das besonders begehrte Leckerli.
Wetten, dass die beiden ziemlich schnell Freundschaft schließen? Dieses Training kann man
von Mal zu Mal wiederholen, bestimmt macht auch mal der Gasableser einmal mit oder der Mann
von der Versicherung. Und schon bald ist es keine Stresssituation mehr, wenn ein Fremder an
der Tür steht,- er wird höchstens kurz melden, wenn es geklingelt hat, und sich ansonsten freuen
dass ihn etwas Positives erwartet: EIN LECKERLI VOM BRIEFTRÄGER!

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST



10.07.2009  KATZE ALLEIN ZU HAUSE

Was macht eine gute Urlaubsunterbringung aus?

Einen Hund mi in die Ferien zu mitzunehmen, das mag ja noch angehen.
Aber eine Samtpfote?
Also stellt sich die Frage: Bleibt die Katze im gewohnten Zuhause oder macht sie Urlaub in
einer Tierpension?
Grundsätzlich sind Katzen standorttreu, und die Veränderungen des gewohnten Umfeldes
machen ihnen eher Angst. Das spricht für Urlaub in den eigenen vier Wänden. Aber es gibt
Katzen, die sind nur da glücklich, wo auch ihr Besitzer ist. Und manche machen sogar freudig
Urlaub an der Nordsee, im Wohnmobil oder auf dem Segelboot, - Hauptsache, der vertraute
Mensch ist dabei.

WIE GUT IST DER CATSITTER ODER HAUSHÜTER?

Wer den Urlaub rechtzeitig plant, der sollte sich Zeit nehmen, verschiedene Betreuungs-
angebote für die Katze zu prüfen. Ob Freunde, Nachbarn, Verwandte oder ein professioneller
Betreuungsservice (Haushüter). Welche Qualifikation und Erfahrung hat ein "Ersatzmensch"?
Kann der Tierbetreuer mehrmals am Tag vorbeischauen? Wieviel Zeit hat er?. Hat er Vorkennt-
nisse über Katzen oder eigene Tiere? Kann er mit womöglich verstörten oder angstaggressiven
Katzen umgehen und Krankheiten erkennen?

Bei diesen Vergleichen hat der professionelle Haushüzter einer anerkannten Agentur immer
die Nase vorn. Es arbeiten hier nur ausgewählte, tiererfahrene ältere Menschen, die nicht nur
für Ihr Tier da sind, sondern auch alle anderen Aufgaben erfüllen können die notwendig sind,
damit Sie alles wieder so antreffen wie bei Ihrem Fortgang. (Garten, Blumen, Einbruchschutz)
Vor dem Einsatz der Haushüter wird auf Checklisten alles vermerkt, was Ihr Tier betrifft, wie z.B.
Besonderheiten des Verhaltens, Freßgewohnheiten, Spielgewohnheiten, ggf. Krankheiten mit
entsprechender Medikation.

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST


09.06.2009   Frische Luft für STUBENTIGER

Ein Balkon kann eine tolle Alternative für Freilauf sein, denn auch dort gibt es für Mieze
frische Luft, spannende Ausblicke und neue Düfte. Sie können aber natürlich auch Ihren
Garten sicher für Ihre Freiläufer-Katze gestalten.

Nicht jeder will oder kann seiner Katze Freigang ermöglichen. Frische Luft tut aber dennoch
auch dem eingefleischtesten Stubentiger gut. Warum also nicht den Balkon zur "Freilaufzone"
umfunktionieren? Mithilfe eines Balkonnetzes ist das ganz einfach möglich, ohne dass Mieze
von der Brüstung fällt oder abenteuerlustig in den Garten springt. Inzwischen gibt es sogar
schon durchsichtige Netze, die das Fassadenbild nicht beeinträchtigen.

EIN TOLLES ABENTEUER

Eines vorneweg: So ein Ausflug nach draußen ist für Wohnungskatzen Abenteuer pur.
Die neuen Gerüche und Geräusche, der Wind, der ihnen ums Näschen streift, die wohltuend
wärmende Sonne, hin und wieder ein Vogel oder Schmetterling der vorbeifliegt, - das ist eine
ganz aufregende Sache für Stubentiger.
Auch für Katzen, die ihr Leben gerne drinnen verbringen, ist ein Abstecher auf den Balkon oft
eine willkommene Abwechslung. Beim ersten Ausflug sollte man dem kleinen Tiger aber viel
Zeit lassen, bis er so weit ist, seine ersten Schritte nach draußen zu wagen.
Am besten öffnet man die Balkontüre und beobachtet dann ganz einfach aus der Ferne, wie
Mieze sich verhält. Da gibt es die eine Katze, die sofort beherzt über die Schwelle springt und
das neue Terrain draußen erobert. Da gibt es aber auch die andere, die sich erst nach einem
halben Tag zaghaft ein paar Schritte nach draußen wagt, beim kleinste unbekannten Laut aber
sofort kehrtmacht und sich wieder ins sichere Wohnungsinnere begibt. Lassen Sie Ihre Katze
einfach machen - sie wird Ihnen von selbst zeigen, wann sie so weit ist, nach draußen zu gehen.
Wichtig ist nur, dass der Balkon richtig gesichert ist. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie ein
Katzennetz anbringen dürfen, reden Sie doch vorher erst einmal mit demVermieter. Es gibt auch
Lösungen, bei der keine Fassade angedübelt werden muß, vielleicht stimmt der Hausherr
dieser Variante eher zu. Es gibt inzwischen auch Steckelemente. Informieren Sie sich über die
vorhandenen Möglichkeiten. Denn ein sicheres Netz ist eine gut angelegte Investition für die
Sicherheit Ihres Lieblings, quasi eine Lebensversicherung. Lassen Sie sich auch beraten, ob
das Material etwaigen Kletterversuchen Ihres Stubentigers standhält. Wenn nicht, - Hände weg!
Denn Sie wissen nicht, was Ihrer Katze an der frischen Luft so alles einfällt. Daher sollten Sie
schon eine stabile Version wählen.

SICHERHEIT FÜR IHRE KATZE

Wer keinen Balkon, dafür aber einen Garten hat, der kann seiner Katze ein kleines Gehege für
den Freilauf anlegen.
Hobby-Bastler aufgepasst: So eine Voliere für den Garten kann auch selbst gemacht werden,
sollte aber stabil sein und einiges aushalten. Wer kein Geschick mit Säge und Hammer hat, der
kann sich auch hier für eine Variante vom Fachmann entscheiden. Die Steckelemente für den
Balkon können auch als Katzengehege für den Garten verwendet werden. Planen Sie dieses
Gehege so groß wie möglich. Und vergessen Sie, wenn Sie sich die Kosten ausrechnen, nicht,
dass Sie auch ein Dach brauchen, - nur zu schnell klettert die Mieze sonst oben heraus. Am
besten bauen Sie die Konstruktion dierekt an die Terrassentür an und verbinden das Ganze mit
einer Katzentür. Dann kann die Mieze sogar nach draußen, wann immer sie Lust hat, frisches
grünes Gras unter ihren Pfoten zu spüren, - so kann der Sommer kommen!

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST




FRESSNAPF-JOURNAL APRIL 2009

20.04.2009   HILFE! - Meine Katze Wandert aus
                       (Wenn Samtpfoten sich ein neues Zuhause suchen)

Kater CHARLY, schwarz, stattlich, eigenwillig, ein Jahr alt, hatte eine besondere Eigenschaft,
die seinen Menschen große Sorgen bereitete. Nachdem die Familie in ein neues Haus nur
wenige Kilometer entfernt umgezogen war, lief CHARLY immer wieder zurück zur früheren
Wohnung. Nachbarn fütterten ihn dort und informierten die Halter. Die holten ihn etliche Male
auch zurück. Immer wieder aber tauchte CHARLY in seinem früheren Zuhause auf und blieb
dort tagelang.

DIE AUSWANDERER

Dass Katzen "auswandern" kommt vor. Bei CHARLY war es offensichtlich so, dass sein altes
Jagdrevier eine große Anziehungskraft auf ihn ausübte. In der neuen Heimat gab es
außerdem nicht nur bereits eine Reihe Freigängerkatzen, die das Territorium unter sich auf-
geteilt hatten. Bedingt durch die Umzugsarbeiten hatten seine Menschen wenig Zeit, um ihm
bei der Eingewöhnung zu helfen. Und es mehrten sich im neuen Heim auch die Auseinander-
setzungen mit einer Mitkatze. Alles das zusammengenommen bewog den Kater wohl, dahin
zurückzukehren, wo er sich wohlfühlte.
So oder ähnlich liegen die meisten Fälle, bei denen eine Katze entscheidet, sich ein anderes
Zuhause zu suchen. Und immer kommen dabei mehrere Dinge zusammen:
Das eigentliche Zuhause ist durch irgendeinen Grund nicht mehr attraktiv, etwa wenn eine
neue, dominante Katze dazukommt oder die Auseinandersetzungen mit anderen Tieren im
Haushalt eskalieren. Außerdem muss eine interessante Alternative vorhanden sein, etwa
freundliche Nachbarn, die sich der Auswanderin annehmen, ihr Zuwendung und Unterschlupf
anbieten und sie füttern.

ATTRAKTIVITÄT STEIGERN

So ein Auszug findet nicht von heute auf morgen statt. Meist dauert es Wochen und Monate,
während der die Katze alle Möglichkeiten "testet". Was können die Halter tun?
Die Rückkehrerin einige Zeit einzusperren ist meist nicht nur wirkungslos, sondern
verschlimmert die Situation nur noch. Zwang wirkt kontraproduktiv - erlaubt sind nur noch
"Lockangebote". Zum Beispiel sollte das neue Zuhause besonders attraktiv sein. Ein schöner
neuer Kratzbaum, viele Bewegungs-, Kletter- und Kratzmöglichkeiten tun das ihrige dazu,
ebenso wie besonders leckeres Futter, viele Spieleinheiten und Zuwendung.
Vor allem muß der häufigste Auslöser für die Abwanderung, ein Konflikt mit anderen Tieren,
unbedingt beseitigt werden. Und andere Mensche, so gut sie es auch meinen, dürfen die Katze
in dieser Zeit weder füttern noch anlocken.

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST
 


FRESSNAPF-JOURNAL APRIL 2009

05.04.2009   ABZUGEBEN- Katzenbabies, sechs Wochen alt ...

"Hilfe, unser dreieinhalb Monate alter Kater greift  meinen Sohn an. Er springt ihm auf den
Kopf, kratzt und beißt." Die Besitzerin des Katzenkindes ist verwirrt. Warum reagiert Kater
Monty plötzlich so agressiv auf das Menschenkind? Das Katerchen wurde als angeblich
zehn Wochen alter Welpe von seinen Besitzern verkauft. Der Tierarzt stellte aber fest, dass
Monty gerade sechs Wochen alt, weder entwurmt noch entfloht war. Impfung und Parasiten-
bekämpfung lassen sich bei Katzenkindern nachholen. Was nicht so leicht zu beheben ist,
sind Verhaltensstörungen.

BABIES BRAUCHEN MÜTTER

Immer wieder werden Katzenkinder -oft einzeln- abgegeben, die gerade sechs oder acht
Wochen alt sind. Wer sich darauf einlässt, schadet dem Muttertier, dem Katzenkind, aber
auch sich selbst. Denn nun muss er als Familienersatz dienen - mit allen Konsequenzen.
Jedes Jahr werden unzählige Welpen aus dem Sosialverband von Mutter und Geschwistern
gerissen und in eine fremde, angsterregende Welt ohne einen Artgenossen gesetzt.
Das Ergebnis sind fast immer gravierende Störungen im Sozialverhalten.

GLÜCKLICHE GESCHWISTER

Nicht umsonst hat es die Natur so eingerichtet, dass die Welpen rund zwölf Wochen bei der
Mutter und den Geschwistern bleiben müssen. In dieser Zeit lernen sie für das Leben und
das Überleben. Sie trainiereSparrigspartner, den sie undbedingt brauchen.
n etwa den spielerischen Umgang mit Aggression, indem sie
ab der fünften Woche das Balgen und Fangspielen mit den Geschwistern üben. Auf allzu
derbes und deftiges Toben reagieren die Jungkatzen mit Gegenwehr und Quieken. So lernt
ein Kätzchen seine Grenzen kennen und zu respektieren. Oder eben nicht. Denn wenn
Katzenkinder in diesem Alter einzeln abgegeben werden, fehlt ihnen diese Erfahrung. Oft sind
Katzen wie Monty, die durch eine überzogene Spielaggression auffällig werden, in ihrer frühen
Kindheit nicht "richtig erzogen" worden, und es fehlt ihnen der kätzische Sparringspartner, den
sie unbedingt brauchen.
Obwohl der Instinkt des Jagens angeboren ist, lernen die Kleinen von der Mutter die erfolgreichen
Techniken. Sie bringt ihnen bei, was fressbar und was gefährlich ist, demonstriert ihnen, wie
die Toilette benutzt wird und was gutes Katzenbenehmen bedeutet.
Das kann der Mensch, bei noch so viel gutem Willen, niemals ersetzen. Wer sicher sein will, ein
körperlich und psychisch gesundes Kätzchen zu bekommen, der nimmt es nich vor des zwölften
Woche zu sich, und vor allem hält er es nicht allein. Ein Geschwisterkind oder ein Artgenosse
im gleichen Alter sind unverzichtbar für ein glückliches Aufwachsen.

Ihre Haushüter Agentur SÜDWEST




FRESSNAPF-JOURNAL MÄRZ 2009

14.03.2009    UNERWÜNSCHTES JAGDVERHALTEN BEI HUNDEN

Was tun, wenn der Hund seiner Jagdleidenschaft ungehemmt nachgeht, sobald man ihn
 von der Leine lässt? Ein entspanntes Spazierengehen mit dem Hund muss aber selbst
 bei solchen Hunden nicht unmöglich sein. Denn auch hier gilt:  GEWUSST WIE ......!

Viele Menschen können ihren Hund nicht frei laufen lassen, da er sonst seiner Leidenschaft,
dem Jagen , nachgeht. Da werden Kaninchen aufgestöbert oder Rehe gehetzt, es wird mit
Leidenschaft in Mäuselöchern gebuddelt, oder der Hund verfolgt mit tiefer Nase Fährten.
Dabei ist es egal, ob der Hund einer Jagdhunderasse angehört oder nicht, jagen können
unsere vierbeinigen Freunde alle, denn das gehört zu ihren ursprünglichsten Verhaltensweisen.
Lediglich in der Strategie und im Erfolg unterscheiden sie sich. Was kann man nun tun, um
trotz dieser Leidenschaft noch entspannt mit seinem Hund spazieren zu gehen?
Wenn man dem Hund jegliche Möglichkeit nimmt, seine Bedürfnisse auszuleben, indem er
z.B. nur noch an der kurzen Leine spazieren gehen und keine Beutespiele mehr ausführen darf,
kann dies dazu führen, dass der Hund and

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